Orgeltage in der Grundschule

An drei Schultagen Anfang Mai hatten unsere Dritt- und Viertklässler eine besondere Musikstunde. Im Mittelpunkt stand die „Königin der Instrumente“: die Orgel.

Um im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen, wie dieses große und komplizierte Instrument funktioniert, hatte ich einen Modellbausatz, die „Orgelkiste“, ausgeliehen.

So konnten die Kinder – und die begleitenden Erwachsenen – eigenhändig eine voll funktionsfähige kleine Orgel Schritt für Schritt selber bauen.

 

 

 

Der Rahmen wird zusammengefügt:

Jetzt kann´s losgehen!

 

Die Tasten müssen in der richtigen Anordnung sortiert sein . . .

 

 

 

. . . und in den Rahmen eingepasst werden.

 

Die Windlade ist eingebaut . . .

 

. . . und die Tasten werden angehängt – eine Geduldsarbeit . . .

 

. . . für Kinder mit Fingerspitzengefühl.

 

Die Schleifen liegen auf der Windlade.

 

Nun wird der Pfeifenstock auf die Schleifen gelegt.

 

Die Pfeifen sind der Größe nach sortiert und liegen bereit.

 

Sie werden auf den Pfeifenstock gesteckt:

 

vorne die geschlossenen und hinten die offenen Pfeifen.

 

Der Magazinbalg ist eingebaut - passt genau!

 

Der Blasebalg ist angeschlossen.

 

Endlich bekommen die Pfeifen ihren Wind. Die Orgel erklingt.

Mitte Mai zogen dann alle los, um die Orgel in der Kirchdorfer Kirche zu sehen und natürlich zu hören.

 

Die Kinder entdeckten an diesem Instrument Vieles wieder, was sie kurz zuvor im Eigenbau zusammengefügt und anschließend zum Klingen gebracht hatten. Sie hörten den unterschiedlichen Klang der einzelnen Pfeifen, erfuhren etwas über die Spielweise dieses Instrumentes und legten auch mal Hand oder Fuß an.

Zum Abschluss sangen sie zur Orgelbegleitung das „Danke-Lied“.

 

Am Nachmittag des 21. Juni kam abschließend eine kleine Gruppe Kinder in Begleitung zweier ebenfalls interessierter Eltern in die Varreler Kirche zu einer Orgelspielstunde. Das Besondere an der Varreler Denkmal-Orgel sind u.a. die voll funktionsfähigen Blasebälge. Also kletterten alle in die Turmkammer und versuchten – wie in alten Zeiten – mit ihrem (zum Teil noch nicht ausreichenden) Körpergewicht die Hebel des Blasebalges in Bewegung zu setzen und das Instrument mit dem nötigen „Wind“ zu versorgen.

 

Auf der Orgelbank probierten die Kinder dann ihr Können aus. Auch wenn die Beine und Arme nicht immer lang genug waren, zeichneten sich durchaus schon einige Begabungen ab.

 

Nicht zu vergessen: ein herzlicher Dank an unseren Förderverein, der die Kosten für die Leihgebühr für die „Orgelkiste“ übernommen hat.

 


Elke Grabow